Gryshchenko führt Leopoldshöhe zum Sieg

2. Kunstturn-Bundesliga 21.11.2009: Kieler Turner-Klub - TuS Leopoldshöhe 27:35

21.11.2009Kiel (Lü). Der TuS Leopoldshöhe hat den zweiten Saisonsieg eingefahren. Dieses Mal auswärts. Beim Kieler Turner-Klub gewannen die Lipper verdient mit 35:27 Scorepunkten. Fünf Gerätewertungen gingen an den TuS. In der Tabelle der 2. Bundesliga belegt die Mannschaft nun Rang sieben und hat gute Aussichten auf den Klassenerhalt.

„Unsere Taktik ist voll aufgegangen”, so Heimkampfrichter Christoph. Zusammen mit Trainer Jens Fischer hatte er die Ausgangswerte analysiert und einen Schlachtplan erarbeitet. „Wir wussten, dass das eine ganz enge Angelegenheit werden würde.” Entsprechend konzentriert gingen die Turner von Anfang an zu Werke.

Am Boden traf man auf einen äußerst homogenen Gegner. Nur zwei Zehntel lagen alle vier Kieler Übungen auseinander. „In so einem Starterfeld brauchst Du drei abgebrühte Routiniers und ein Ass im Ärmel”, meinte Jens Fischer. Seine Trumpfkarte hieß Yergenyi Gryshchenko. Mit einer schwierigen Übung holte er die drei entscheidenden Scorepunkte, um das erste Gerät zu gewinnen. Ein psychologischer Vorteil vor dem Pauschenpferd - meinte man. Weit gefehlt. Der erste Leopoldshöher musste gleich vom Gerät und die Führung war dahin. „Da habe ich unsere Planung das erste Mal in die Mülltonne geworfen”, erzählte der Trainer. Um sie nach brillanten Vorstellungen von Ivan Sommer und Yergenyi Gryshchenko gleich wieder herauszuholen. Der TuS gewann auch das zweite Gerät.

Die Ringe begannen wieder mit einer Schrecksekunde für die Leopoldshöher. Nachdem die ersten Krafthalteelemente nicht anerkannt und drei Scorepunkte abgegeben wurden, machten die anderen ihre Sache besser. Martin Lamer und Ivan Pauleit gewannen das Gerät im Alleingang. Zur Halbzeit stand es 20:11. Am Sprung wurde die Führung weiter ausgebaut. Marco Simon und Yergenyi Gryshchenko holten wichtige Zähler. Der Jurtchenko des Engländers war allein das Eintrittsgeld wert. Es stand 24:12.

Komfortabel? „Nein”, meinte Christoph. „Unsere niedrigeren Ausgangswerte an Barren und Reck machen mir Sorgen. Da müssen wir vor allem sauber turnen.” Das gelang zunächst nicht. Kiel verkürzte auf sechs Punkte Rückstand. Kristian Grundmann behielt die Nerven und vergrößerte den Vorsprung wieder, bevor Yergenyi Gryshchenko mit einer Weltklasseübung und der Tageshöchstnote für die Vorentscheidung sorgte. Obwohl am Reck wieder die erste Übung schief ging und die Planung endgültig zerknüllt dem Altpapier zugeführt wurde, reichte eine grundsolide Leistung der drei anderen Starter, um den Vorsprung ins Ziel zu retten.

Teamchef Friedrich-Wilhelm Nagel zeigte sich erleichtert: „Das war ein ganz großer Schritt in Richtung Klassenerhalt. Alle sind heil geblieben und jetzt haben wir es am 05.12.09 im letzten Wettkampf gegen Karlsruhe selbst in der Hand, alles klar zu machen. Wir hoffen auf ein volles Haus. Das wird noch einmal richtig spannend.”

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