Ersatzgeschwächt chancenlos

2. Kunstturn-Bundesliga am 10.10.2009: TuS Leopoldshöhe - Siegerländer KV 14 : 75

10.10.2009Leopoldshöhe (Lü). Zweite Saisonniederlage für den TuS Leopoldshöhe. Stark ersatzgeschwächt mussten sich die Zweitligisten aus dem Lipperland gegen die Erzrivalen der Siegerländer Kunstturnvereinigung mit 14:75 geschlagen geben. Die Gäste gewannen alle 12 Gerätepunkte und auch die Top-Scorer-Wertung des besten Einzelturners. Die Tabellenführung konnten sie erfolgreich verteidigen.

Leopoldshöhe musste auf gleich vier Stammkräfte verzichten, darunter der mit Abstand fleißigste Punktesammler der vergangenen Saison, der Engländer Ruslan Pantelemonov. Er laboriert an einer schmerzhaften Bauchmuskelzerrung. An einen Einsatz war nicht zu denken. Außer ihm fehlten berufsbedingt Michael Krüger und Martin Lamer, während Marco Simon sich während des Einturnens mit einer Fingerverletzung ins Krankenhaus verabschiedete.

Fünf Starter blieben übrig. „Das ist definitiv unser letztes Aufgebot”, bemerkte Trainer Jens Fischer frustriert und fügte ironisch hinzu: „Der Jugend eine Chance.” Im Durchschnitt knapp über 20 Jahre alt war denn auch das jüngste Team, das je für den TuS auf diesem Niveau geturnt hatte.

„Wir haben keine Chance, lasst uns sie nutzen”, befand Florian Kolzareck und machte sich auf zum Boden. Ivan Pauleit, Ivan Sommer und Kristian Grundmann turnten starke Übungen, sahen sich aber übermächtigen Gegnern gegenüber und verloren das Gerät 0:13. Nach zwei weiteren Lehrstunden am Pauschenpferd griff Jan-Felix Irrgang erstmals nach seiner Fußverletzung wieder ins Geschehen ein und turnte sauber durch. Erstmals kam Stimmung auf und das nutzte Ivan Sommer, um die ersten fünf Scorepunkte für Leopoldshöhe einzuheimsen.

„Geht da doch was?” Teamchef Friedrich-Wilhelm Nagel schöpfte Hoffnung. Die hielt aber nicht lange. Zur Halbzeit blickte er frustriert auf die Anzeigetafel: 7:39.

„Lasst und das mit Anstand zu Ende turnen”, meinte Heimkampfrichter Christoph. „Wir haben nichts zu verlieren.” Kristian Grundmann zauberte einen blitzsauberen Sprung auf die Matte und wähnte sich mit 14,35 schon als Gewinner der Tageshöchstnote. Top-Scorer Shalva Dalakischwili nahm sie ihm ab (14,85). Nicht mal diese Auszeichnung war den Gastgebern vergönnt.

Dann wurde es in der Gerätewertung doch noch einmal spannend. Mit 8:7 wies die Anzeigetafel den TuS als Sieger am Barren aus. Die Freude währte nur kurz. Oberkampfrichter André Bödeker musste eine Ausgangswertung der Siegerländer nach oben korrigieren. 6:7. Immerhin - es war knapp.

Am Ende erwies der TuS dem verdienten Sieger die Ehre.

„Wir blicken jetzt einfach nach vorn”, empfahl Trainer Jens Fischer. „Nächste Woche in Koblenz haben wir mindestens sieben Turner an Bord und können ganz anders taktieren. Wenn Ruslan fit wird, kann das der Mannschaft zusätzlichen Schub geben. Beim nächsten Heimwettkampf (24.10.09, die Red.) wird dann WM-Teilnehmer Yergenyi Gryshchenko zu uns stoßen. Gegen Aufsteiger Oberhausen sieht die Welt dann schon wieder ganz anders aus.”

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