Auswärtssieg knapp verpasst

11.10.2008Dreistiefenbach (Lü). Mit nur vier Turnern hat der TuS Leopoldshöhe seine Erzrivalen aus dem Siegerland an den Rand einer Niederlage gebracht. 31:36 lautete das Endergebnis aus Sicht der Leopoldshöher. Die Tradition äußerst knapper Resultate zwischen den beiden westfälischen Erzrivalen setzte sich fort. Dieses Mal mit dem glücklicheren Ende für die Gastgeber.

Martin Lamer und Florian Kolzareck hatten aufgrund von beruflichen Verpflichtungen kurzfristig absagen müssen. Der Kader war plötzlich auf vier Akteure zusammengeschrumpft. Bis zuletzt hatte Teamchef Friedrich-Wilhelm Nagel versucht, die „stille Reserve“ zu mobilisieren. Ohne Erfolg. Verletzungen und beruflich bedingter Trainingsrückstand ließen Einsätze der Altvorderen nicht zu.

„Das packen wir auch so“, meinte schließlich Trainer Jens Fischer. Er hatte die Übungen seiner vier verbliebenen Sechskämpfer analysiert und mit den gegnerischen Ausgangswerten verglichen. „Wenn´s perfekt läuft, haben wir eine Chance. Ein Sieg mit vier Turnern beim Mitfavoriten der Liga – davon würden wir noch unseren Enkeln erzählen.“ Entsprechend motiviert fuhren Ruslan Pantelemonov, Ivan Sommer, Michael Krüger und Marco Simon ins Siegerland.

Bernd Krombach und seine Truppe waren sichtlich überrascht. Prompt führte der TuS nach drei Bodenübungen mit 7:2. SKV-Star Shalva Dalakischwili schaffte noch den Ausgleich. Auch am Pauschenpferd konnten die Gastgeber die Nervosität nicht ablegen. Jan Mencke patzte, der TuS zog davon. Trainer Jens Fischer schaffte durch geschickten Einsatz seiner Jungs das Kunststück, das Gerät trotzt geringerer Wertigkeit mit 7:5 Scorepunkten zu gewinnen. „Hier hatten wir das Prinzip Mann gegen Mann mal auf unserer Seite.“

An den Ringen nutzte der SKV die dünne Personaldecke seines Gegners erstmals aus. Markus Römer und Shalva Dalakischwili holten die Punkte zum 9:2. Am Pferdsprung zog der TuS noch einmal alle Register. Ruslan Pantelemonov überragte mit der Tageshöchstnote von 15,65. „Viel besser kann man diesen komplizierten Sprung nicht auf die Matte setzen“, befand Heimkampfrichter Sven Tippelt. Dennoch ging das Gerät verloren. Zwischenstand aus Sicht des TuS: 19:27.

„Da geht noch was.“ Michael Krüger heizte die Stimmung noch einmal an, nachdem er am Barren eine Schwäche seines Gegners ausgenutzt hatte und der Abstand auf drei Zähler geschrumpft war. Ruslan Pantelemonov zauberte am Reck. Weltklasse. Auf einmal hieß es „Unentschieden!“. Hektik im Lager der Gastgeber. Jonas Rohleder griff beim Katchev daneben. Aber auch die Leopoldshöher mussten sich Unzulänglichkeiten abziehen lassen. Zünglein an der Waage war Shalva Dalakischwili. Mit einer grundsoliden Übung machte er alles klar und sicherte sich die Top-Scorer Wertung (18).

Der TuS steht mit ausgeglichenem Punktekonto nun auf Platz 4. Am nächsten Wochenende kommt mit der KTV Koblenz ein Gegner, der den TuS noch nie schlagen konnte.

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