Erwartete Niederlage zum Saisonauftakt

18.12.2007Leopoldshöhe. Der TuS Leopoldshöhe II hat in seinem ersten Regionalliga-Auftritt erwartungsgemäß die erste Niederlage einstecken müssen. Gegen den Vizemeister des Vorjahres, dem TV Isselhorst, turnten die Jungs um Trainer Bernd Vornholt-Niehaus zwar achtbare Übungen, hatten in der Endabrechnung aber mit 17 : 65 das Nachsehen. Am Sprung gelang mit einem Unentschieden immerhin ein Achtungserfolg. Die Bodenwertung wurde nur hauchdünn abgegeben. Bei den Gerätepunkten standen am Ende 1:11 zu Buche.

„Mit diesem Ergebnis haben wir gerechnet.“ Teamchef Friedrich-Wilhelm Nagel gab sich gelassen. „Isselhorst hat um den lettischen Nationalturner Vitalijs Snikers eine gestandene Truppe. Unsere Gäste waren heute einfach besser und boten kaum Angriffsflächen. Wir sind Aufsteiger, werden uns kontinuierlich weiterentwickeln und unsere Chancen bekommen.“ Die Scorepunkte auf Seiten der Leopoldshöher waren gleichmäßig verteilt. Kristian Grundmann turnte einen Sechskampf und holte drei Scorepunkte am Boden. Auch der Jüngste im Team, Jan-Felix Irrgang trug sich mit drei Score-Punkten in die Siegerliste ein, die er am Sprung beisteuerte. Jens Sieveke erturnte fünf Zähler am Reck und gewann knapp sein Bodenduell (1). Nils Nagel holte drei weitere Score-Punkte an den Ringen und Falk Seliger zwei am Boden.

Um die Leistung der Leopoldshöher richtig einordnen zu können, eignet sich der Vergleich mit den Ausgangswerten in die letzte Saison. Besonders die Youngster Jan-Felix Irrgang und Kristian Grundmann haben ihre Übungen kräftig aufgestockt. Die gut 100 Zuschauer konnten gleich zu Beginn Kristians Doppelsalto am Boden bestaunen. Kurz nach der Halbzeit zauberte Jan-Felix einen blitzsauberen Tsukahara gestreckt mit ganzer Schraube auf die Sprungmatte und sorgte damit für die Tageshöchstnote (14,20). Beide scheuten sich nicht, auch neue Teile auszuprobieren. Wenn auch nicht alles klappte, konnten doch wertvolle Wettkampferfahrungen gesammelt werden. Auch Jens Sieveke zeigte an vier Geräten stabile Leistungen und war bester Lipper am Reck. Als große Stütze erwies sich wieder einmal Falk Seliger. Kurz vorher aus Jena angereist begeisterte er mit den besten Übungen aller Leopoldshöher am Boden und am Seitpferd.

Nils Nagel gelang das Kunststück, Marten Moore an den Ringen drei Score-Punkte abzunehmen. „Macht immer wieder Spaß, auch in reiferem Alter gelegentlich den Jungspunden ihre Grenzen aufzuzeigen“, grinste er, setzte am Reck noch einen drauf und verlor sein dortiges Duell nur knapp.

Auch Martin Decker ging zweimal an die Geräte. An den Ringen wurde er im vereinsinternen Vergleich hinter Nils Nagel Zweiter.

Viele Leopoldshöher Fans freuten sich auch, Frank Pollmeier wiederzusehen. Er hatte jahrelang für Leopoldshöhe geturnt und war danach in seinen Stammverein zurückgekehrt. Trotz einer Rückverletzung zeigte er ansprechende Leistungen und nahm seinem lettischen Freund Vitalijs Snikers sogar die Krone für die beste Barrenübung ab.

Ihren Spaß in der Halbzeitpause hatten rund ein Duzend Leopoldshöher Nachwuchsturner, die den Zuschauern Boden- und Trampolineinlagen präsentierten. „Hier motivieren wir die kommenden Regionalliga-Helden“, meinte Wettkampfleiter Jörg Klein-Günnewyck.

In der nächsten Woche wartet der Tabellenführer aus Oberhausen auf die ambitionierte Leopoldshöher Truppe. Auch wenn ein Auswärtssieg nicht zu erwarten ist, bieten sich neue Gelegenheiten, die Übungen weiter zu stabilisieren. Gegen die schwächeren Gegner soll schließlich gepunktet werden.

Weitere Informationen: www.deutsche-turnliga.de

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