TuS Leopoldshöhe erneut Meister

17.11.2007 (Lü). Celle (Lü). Der TuS Leopoldshöhe feiert die zweite Meisterschaft innerhalb von zwei Wochen. Nach dem grandiosen Durchmarsch der Oberliga-Mannschaft hat nun auch die Riege von Trainer Jens Fischer in der 2. Bundesliga den Titel geholt – ungeschlagen. Am letzten Wettkampftag gewann der TuS auswärts beim Tabellendritten NTT Hannover/Celle mit 58 : 31 und qualifizierte sich für den Aufstiegswettkampf gegen den Meister der Staffel Süd, KTG Heidelberg.

„Das war eines der spannendsten Titelrennen der letzten Jahre“, fasste Teamchef Friedrich-Wilhelm Nagel den erfolgreichen Saisonabschluss zusammen. Nach sieben Wettkampftagen und 168 Übungen entschied letztlich ein Zehntel-Punkt im Vergleich gegen den SKV Siegerland über die Meisterschaft. Beide Teams gewannen sechs Wettkämpfe. Gegeneinander gab es ein Unentschieden. Die Gerätepunkte gaben den Ausschlag für den TuS.

Der letzte Wettkampftag war geprägt von einem Fernduell. Der SKV fuhr zum Auswärtswettkampf nach Chemnitz, während Leopoldshöhe in Celle anzutreten hatte. Leopoldshöhe musste für die Meisterschaft neben dem Wettkampf noch fünf von sechs Geräten gewinnen. Keine leichte Aufgabe gegen ein Team, das im bisherigen Saisonverlauf mehr Geräte gewonnen als verloren hatte.

Jens Fischer hatte die Ausgangswerte des Gegners analysiert und konnte seine Jungs motivieren: „Die Chancen stehen gut. Wir sind besser aufgestellt und der Gegner muss auf Andreas Toba verzichten.“ Der Sohn vom ehemaligen Starturner und Publikumsliebling Marius Toba war für einen internationalen Wettkampf nominiert worden. Leopoldshöhe turnte ohne Routinier Ronald Mahnke, dennoch setzte man bereits am Boden ein dickes Ausrufezeichen. Thomas Neitzel, Ruslan Pantelemonov und Michael Krüger holten die ersten 14 Scorepunkte. Die Niedersachsen erzielten nur einen. In bester Laune ging es zum Seitpferd.

Die beiden Neuzugänge legten vor. Ivan Sommer und Ruslan Pantelemonov gelangen fehlerfreie Übungen. 8:0. Kapitän Boso Schmidt holte vier Zähler für die Gastgeber. Alexander Donath übernahm als letzter Turner die Verantwortung für den Geräteerfolg und zeigte Nervenstärke. Drei Score-Points für ihn und das zweite Gerät war gewonnen. An den Ringen wurden souverän die Gerätepunkte fünf und sechs eingefahren. Starke Auftritte boten Martin Lamer und Dirk Seliger mit perfekt ausgeturnten Krafthalteelementen.

Alles lief nach Plan. Bis zum Sprung. Der erste ging daneben. „Das wird noch einmal spannend“, bemerkte Geschäftsführer Jörg Klein-Günnewyck treffend und mahnte Thomas Neitzel zur Konzentration. Der behielt die Ruhe und holte gleich mal fünf weitere Scorepunkte. Ivan Sommer neutralisierte den Sprung seines Gegners und sicherte damit die vierte Gerätewertung. Eins fehlte noch.

Plötzlich Unruhe auf der Leopoldshöher Bank. Per SMS ging der Zwischenstand aus Chemnitz ein. Dann Jubel, der SKV Siegerland hatte die Barrenwertung verloren. Die erste Hürde für die Meisterschaft war genommen. In der Gerätewertung lag man uneinholbar vorn. Jetzt noch den Gesamtsieg sichern. Zwischenstand: 43:12. Das bedeutete: Noch zehn Punkte.

Barren. Martin Lamer glänzte. Stützkehre, Widmar, alles klappte. Zuversicht im Leopoldshöher Lager, denn jetzt präparierte sich Ruslan Pantelemonov für eine Weltklasseübung. Grätschsalto auf die Oberarme, Healy, Grätschsalto in den Stütz. Alles Höchstschwierigkeiten. Ein Raunen ging durchs Publikum. Dann der Abgang. Doppelsalto rückwärts gebückt. Stand. Das war´s. Ruslan reckte beide Arme in Richtung Hallendecke. Die Meisterschaft war perfekt. Die Leopoldshöher hätten ihren Star am liebsten mit einer Sektdusche in Empfang genommen aber die Fairness siegte und man hielt sich zurück. Dirk Seliger turnte das Gerät sicher nach Hause. Am Reck schaltete man einen Gang zurück. Den Gastgebern gelang der „Ehrentreffer“. Danach gab es nur noch grinsende Gesichter.

Die Aussichten für Heidelberg (17.12.06) brachte Heimkampfrichter Sven Tippelt auf den Punkt. „50:50. Auf dem Papier sind wir einen Hauch besser aber die Heidelberger haben Heimvorteil und wollen unbedingt aufsteigen. Bestehen wir in der Höhle des Löwen, sind wir reif für die Bundesliga.“

Statistik:

Gerätewertungen: (die erstgenannte Zahl ist jeweils die des Niedersächsischen Turn-Teams Hannover/Celle, die zweite die des TuS Leopoldshöhe)

Boden: 01 : 14
Seitpferd: 04 : 11
Ringe: 03 : 11
Sprung: 04 : 07
Barren: 04 : 10
Reck: 15 : 05
Gesamt: 31 : 58

Top Scorer:
Ruslan Pantelemonov (TuS Leopoldshöhe) mit 26 Score-Punkten
Alexander Hellmond (Hannover/Celle) 12
Thomas Neitzel (TuS Leopoldshöhe) 9

Weitere Ergebnisse:
MTT 2 Halle/Chemnitz – SKV Siegerland 17 : 86 (02:10 Gerätepunkte)
KTV Ruhr-West – KTV Koblenz 55 : 24 (11:01 Gerätepunkte)
TSG Sulzbach – KTV Obere Lahn 48 : 34 (08:04 Gerätepunkte)

Abschlusstabelle:
1. TuS Leopoldshöhe 13 : 01 Punkte 74:10 Gerätepunkte
2. SKV Siegerland 13 : 01 71:13
3. NTT Hannover/Celle 07 : 07 44:40
4. TSG Sulzbach 07 : 07 41:43
5. MTT 2 Halle/Chemnitz 06 : 08 36:48
6. KTV Ruhr-West 06 : 08 31:53
7. KTV Obere Lahn 04 : 10 36:48
8. KTV Koblenz 00 : 14 03:81

Weitere Informationen: www.deutsche-turnliga.de

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