Knockout am Seitpferd

06.10.2007Celle (Lü). Mit viel Pech hat der TuS Leopoldshöhe II im dritten Regionalligawettkampf den Kürzeren gezogen. Beim NTT Kreis Verden verloren die Lipper äußerst knapp mit 40:47. Entscheidend waren dabei drei Aussetzer am Seitpferd, wodurch der Gegner allein 25 Scorepunkte holte. Auf der anderen Seite konnte der TuS vier der sechs Gerätewertungen für sich verbuchen und die meisten direkten Duelle gewinnen.

Teamchef Friedrich-Wilhelm Nagel ärgerte sich zwar über die unglückliche Niederlage, honorierte aber auch die Leistung an den anderen Geräten: „Sportlich sind wir in der Regionalliga angekommen. Wir waren klar die bessere Mannschaft und das auswärts. Zum Sieg fehlte heute einfach die Cleverness und die Erfahrung unserer Youngster.“

Leopoldshöhe musste aufgrund von Terminüberschneidungen und Verletzungspech auf drei Akteure verzichten und trat zunächst in Minimalbesetzung an. Falk Seliger, Jens Sieveke, Kristian Grundmann und Jan-Felix Irrgang hatten einen Sechskampf vor sich. Am Anfang lief es wie geschmiert. Zu Null gewannen die Gäste die Bodenwertung und holten acht Scorepunkte.

Verden war beeindruckt und bündelte nun alle Kräfte für das Seitpferd. Thomas Hemmelskamp legte vor, fehlerfrei. Jens Sieveke musste während seiner Übung vom Gerät. Normalerweise nicht weiter tragisch, in diesem Fall folgte jedoch ein unerwarteter Tiefschlag. Die Kampfrichter legten die neuen Wertungsvorschriften streng aus und werteten zwei Teile als nicht geturnt. Somit wurde dem Gegner die maximale Scorepunktzahl von 10 zugesprochen. Hitzige Diskussionen folgten. Es nützte nichts. Die Folge: Schockstarre, Verunsicherung. Prompt gingen auch die Übungen von Kristian Grundmann und Jan-Felix Irrgang schief und das Drama nahm seinen Lauf. Am Ende hieß es 2:25. Der Wettkampf war bereits nach dem zweiten Gerät gelaufen.

Das saß. Die Enttäuschung auf der Bank und bei den mitgereisten Fans war groß. Es ging an die Ringe. Hier hofften alle, dass es Nils Nagel noch rechtzeitig für einen Einsatz schaffen würde. Er reiste extra aus dem Urlaub an, leider knapp zu spät. „An solchen Tagen geht wirklich alles schief“, meinte er frustriert. „Ich habe zwei Stunden im Stau gestanden.“ Die anderen gaben zwar ihr Bestes, das Gerät jedoch mit 5:11 ab. Halbzeitstand: 15:36.

Routinier Falk Seliger erfasste schnell, dass jetzt Führungsstärke gefragt war: „Los Jungs, durch so etwas lassen wir uns doch nicht unterkriegen. Vielleicht geht ja noch was. Sprung ist unser starkes Gerät.“ Die Leos ließen Taten folgen. Souverän gewannen sie das Gerät mit 7:1. Am Barren wurden noch einmal acht Scorepunkte aufgeholt. Nach der dritten Reckübung stand es 40:42. Was für ein Schlussspurt. Dann kam jedoch Max Gerbershagen vom NTT mit einer glänzenden Vorstellung. Doppelsalto, Stand. Jubel im Lager der Verdener. Leopoldshöhe gratulierte fair und ist um eine Erfahrung reicher.

„Die Leistung stimmt, die Moral stimmt, wenn die Jungs jetzt noch lernen, in kritischen Situationen abgebrühter zu reagieren, haben wir gute Chancen auf den Klassenerhalt“, resümierte Pressesprecher Stefan Lütkehölter und verweist direkt auf den nächsten Heimauftritt am Samstag, den 13.10.07. Um 16:00 Uhr geht es dann in der Sporthalle der Grundschule Nord gegen den Tabellendritten TAV Eppertshausen.

Weitere Informationen: www.deutsche-turnliga.de

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