TuS Leopoldshöhe überragend

22.09.2007Leopoldshöhe (Lü). Zweiter Wettkampf, zweiter Sieg. Der TuS Leopoldshöhe bleibt das Maß der Dinge in der 2. Kunstturn-Bundesliga. Überaus deutlich mit 56:19 gewann die Mannschaft um Trainer Jens Fischer ihr Duell gegen die KTV Obere Lahn. Den Gästen blieb ein Gerätepunkt am Boden und einige Achtungserfolge bei sechs gewonnenen Duellen. Leopoldshöhe bestach durch eine geschlossene Mannschaftsleistung und einem Ruslan Pantelemonov in Topform.

“Werder Bremen hat einen Diego, wir haben Ruslan”, bemerkte Geschäftsführer Jörg Klein-Günnewyck augenzwinkernd. “Er ist Vorbild in Leistung und Einstellung. Er zieht die anderen mit und setzt die Akzente. Macht Spaß, ihm zuzuschauen.” Der Brite holte sich wie selbstverständlich auch das Top-Scorer T-shirt. 28 Score-Punkte sind derzeit spitze in der Liga. Seine Barrenübung war weltklasse. Wo überaus strenge Kampfrichter einen ganzen Punkt Abzug gesehen haben wollten, blieb den meisten Zuschauern in der vollbesetzten Leopoldshöher Turnhalle jedoch verborgen.

Zu Beginn des Wettkampfes dachten die meisten: “Das wird eine knappe Angelegenheit.” Nach einer verpatzten Leopoldshöher Bodenübung zum Auftakt gingen die Gäste durch Rainer Gunne mit 4:0 in Führung. Sie hielt bis zum dritten Duell und nur der Tageshöchstnote durch Ruslan Pantelemonov war es zu verdanken, dass der TuS die Bodenwertung noch unentschieden gestaltete (6:6).

Dann aber drehten sie richtig auf. Michael Krüger brachte Leopoldshöhe mit seinen fünf Scorepunkten erstmals in Führung. Die Gäste wurden nervös, stiegen reihenweise ab. Mit 12:2 ging das Gerät an den TuS. “Das ist bereits die Vorentscheidung, ich glaube, davon erholen sich die tapferen Hessen nicht mehr”, meinte Walter Ross, der als Ehrengast den Lippischen Turngau repräsentierte.

Er sollte Recht behalten. Dirk Seliger und Ivan Sommer gewannen ihre Ringeduelle mehr als deutlich und Nachwuchs-Mann Tim Giese ließ ebenfalls sein Können aufblitzen. Der TuS zog davon. Nach der Halbzeitpause das gleiche Bild. Die Leopoldshöher gewannen alle Sprungvergleiche. Marco Simon turnte am saubersten und trug sich mit in die Scorerliste ein.

Nach sieben verlorenen Duellen hintereinander konnte Daniel Ross für die Gäste erst am Barren wieder punkten. Ruslan Pantelemonov zauberte. Mit hohe Grätschsalti über den Holmen und einer Aneinanderreihung von Höchstschwierigkeiten verzückte er das fachkundige Publikum.

Die Reckwertung hatte nur noch statistischen Wert. So verstand auch niemand, warum das überaus korrekte Kampfgericht etwa eine Viertelstunde brauchte, um die endgültige Wertung der ersten beiden Turner festzulegen. “Florian Kolzareck hat relativ sauber geturnt. Ich habe die Abzüge nicht verstanden und weil die beiden neutralen Kampfrichter damit weit auseinander lagen, haben wir lange diskutiert”, erklärte Heimkampfrichter Sven Tippelt kopfschüttelnd. Er hatte im Handumdrehen seine Aufgabe erledigt und den Ausgangswert ermittelt.

Am Ende war´s allen egal. Leopoldshöhe hat wieder einmal ein Kunstturn-Leckerbissen erlebt und freut sich schon auf den nächsten Heimwettkampf am 20.10.07 gegen den SKV Siegerland. “Das wird ein ganz heißer Tanz”, freut sich schon Trainer Jens Fischer. “Letztes Jahr gab´s ein Unentschieden (40:40). Die Siegerländer sind Mitfavorit auf den Titel.”

Statistik und Tabelle siehe: www.deutsche-turnliga.de

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